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StartseiteGleitlagertechnologieSelbstschmierende Sinterlager

Selbstschmierende Sinterlager


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Auswahl/Funktionsweise der Sinterlager

Sinterlager-werkingSelbstschmierende Sinterlager sind universell anwendbare Gleitlager, die viele Vorteile bieten und in der Regel keiner Schmierung bedürfen.
 
Die Lager sind praktisch wartungsfrei, geräuscharm, einfach zu montieren und platzsparend.
Die Maßhaltigkeit der Standardlager ist äußerst genau.
Durch die zahlreichen verschiedenen Maße kann stets ein passendes Standardlager für Innendurchmesser von 2 bis 125 mm gefunden werden.
 
Funktionsweise des Lagers
Ein Volumenanteil von 25 bis 30 % der Sintermaterialien ist porös und mit Öl imprägniert. Ruht die Achse still im Lager, ist durch die Kapillarkraft stets ein Ölfilm vorhanden. Bei drehender Achse entsteht eine Saugwirkung an diesem Ölfilm, wodurch weiteres Öl aus den Poren tritt. Hierdurch entsteht bei ausreichender Drehzahl der Achse eine vollständige hydrodynamische Schmierung. Nach dem Anhalten der Achse zieht das Öl wieder in die Poren des Sintermaterials ein.
 
Drei Schmierphasen
Bei selbstschmierenden Lagern lassen sich drei Phasen unterscheiden: Diese werden im Folgenden beschrieben:
 
Flüssigkeitsreibung:
Hohe Drehzahl, niedrige Belastung – hierbei wird die Achse während ihrer Drehbewegung vollständig vom Ölfilm zwischen Achse und Lager getragen.
Festkörperreibung:
Niedrige Drehzahl, hohe Belastung – hierbei besteht direkter Kontakt zwischen Lager und Achse. Hier sorgt ein sehr dünner Ölfilm für einen niedrigen Reibungskoeffizienten. Durch die Verwendung eines speziellen EP-Öls (Extreme-Pressure-Öl) kann der Verschleiß von Lager und Achse noch weiter gesenkt werden.
Mischreibung:
Hier liegt eine Mischung der beiden zuvor genannten Zustände vor. Die Belastung der Achse wird hier teils durch den hydrodynamischen Effekt und teils durch den direkten Kontakt zwischen Achse und Lager aufgenommen. Bei einer Änderung von Drehzahl oder Belastung verändert sich das Verhältnis zwischen Flüssigkeits- und Festkörperreibung.
 
Für die Berechnung der Lebensdauer eines selbstschmierenden Lagers lassen sich keine allgemeinen Richtlinien oder Formeln vorgeben, da diese zahlreichen Einflüssen unterliegt, wie etwa das Achsenmaterial, das verwendete Öl oder der Einbau des Lagers in das Gehäuse.
 
Die in Gleitlagern auftretenden Reibungsverluste hängen nicht nur von der Umfangsgeschwindigkeit und Belastung des Lagers durch die Achse, sondern auch in großem Umfang von Einflüssen wie dem Lagerspiel, dem Achsenmaterial, der Oberflächenbeschaffenheit der Achse und dem verwendeten Schmiermittel ab. Der Verschleiß und damit die Lebensdauer des Lagers sind durch die Reibungsverluste bestimmt.
 
Die Verwendung von Sinterlagern als axiale Gleitlager ist wegen der Gefahr, dass durch die axiale Bewegung Öl aus dem Lager gezogen wird,
sorgfältig zu prüfen. Zusätzliche Schmierung oder Abdichtungen sind
für diese Anwendung ratsam.
 
Die Lebensdauer eines Sinterlagers kann viele tausend Betriebsstunden erreichen, wenn es optimal belastet wird und unter hydrodynamischen Bedingungen (Flüssigkeitsreibung)
arbeitet. Diese Bedingungen können nur gewährleistet werden, wenn ausreichend
Schmiermittel vorhanden ist.
 
Ölverluste im Betrieb des Lagers können unter anderem durch Verdunstung, axiales Herauslaufen oder Wegschleudern durch die Achse auftreten.
 
Auf diese Weise verlorenes Öl muss ergänzt und/oder das Lager so eingebaut werden, dass derartige Verluste verhindert werden.
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Sinterlager: technische Informationen


Technische Daten und zulässige Belastungen:Sintelager tech. gegevens
 




Flächendruck:

sinterlagervlaktedruk
 


PV-Faktor = Lagerdruck (N/mm2) x Umfangsgeschwindigkeit (m/s):

pv factor
 
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Sinterlager: Toleranzen

Sint. gemonteerdmontiertes Lager:
Lager nach der Montage
Toleranz: zylindrisches Lager:
< Ø 60 mm. H7
≥ Ø 60 mm. H8
Toleranz: Flanschlager: H8
 

Achse:
Toleranz: f7
Für die Achse empfehlen wir die Verwendung einer geschliffen Ausführung mit einer Oberflächenrauheit von 0,25 µm. Es werden Achsen aus gehärtetem Stahl (HRC 60) empfohlen, es können jedoch auch die erhältlichen Standard-Handelsqualitäten verwendet werden.
 
interlagerasGehäuse:
Die Endtoleranz des Lagerinnendurchmessers gilt bei Verwendung eines Stahgehäuses mit einer Toleranz von H7. Diese Toleranz ist von großer Bedeutung, da sie die Aufnahme des Lagers und den endgültigen Lagerdurchmesser bestimmt.
 
Aufbewahrung von Sinterlagern:
Bewahren Sie die Lager an einem kühlen Ort und in nicht absorbierenden Materialien, z. B. Plastiksäcken, auf.

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Montagevorschriften/Bearbeiten von Sinterlagern

Lager und Lagergehäuse sind von Spänen und Staub zu befreien. Spülen Sie die Lager mit Öl und imprägnieren Sie sie erneut, wenn sie für einen längeren Zeitraum gelagert werden sollen. Das Lagergehäuse muss an der Seite, von der aus es eingepresst wird, abgerundet oder abgeschrägt sein. Um nach der Montage die vorgegebenen Toleranzen zu erzielen, ist beim Einpressen stets ein Einpressdorn zu verwenden. Dies ist auch ratsam, wenn mehrere Lager nacheinander eingepresst werden sollen, um so eine gute Fluchtung zu gewährleisten. Verwenden Sie keinen Hammer, da das Sintermaterial sehr spröde ist und Teile herausbrechen können.
 
Bearbeitung:
Für die Bearbeitung von selbstschmierenden Lagern sind Meißel mit Hartmetall-Schneidflächen (z. B. aus Wolframcarbid- (K10) oder Bornitridmaterialien) zu verwenden. Von Verfahren wie dem Räumen, Schleifen oder Hohnen wird strengstens abgeraten, da sich dabei die Poren dichtsetzen.
 
Bearbeitungshinweise:

Sint bewerk.gegevensSint. bewerk.gegevens









Sint. bewerk. gegevens3




Imprägnieren:
Lager für eine Stunde in einem Ölbad bei 80 °C untertauchen und danach im Öl akühlen lassen.
 
Hierfür sind Mineralöle mit einer hohen Qualität nach ISO VG68 oder ISO VG150 (SAE 30, SAE 40 oder Turbo T100) zu verwenden. Für die Verwendung von Sinterlagern bei hohen oder extrem niedrigen Temperaturen ist bezüglich des Öls eine Empfehlung einzuholen.
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Sinterlager-Dokumentation herunterladen

Hier können Sie alle Angaben unserer Website über Sinterlager herunterladen. So haben Sie stets alle Angaben korrekt vorliegen, sowohl digital, als auch in einer druckbaren Form.
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